Ndi (Guten Morgen) aus Ghana

Hier ist er, mein erster Blogeintrag auf der Reise!!! Hat ja auch etwas mehr als eine Woche gedauert bis wir hier eine (mehr oder weniger stabile und seeeehr langsame) Internet-Verbindung hinbekommen haben… Aber es ist wirklich crazy, überall auf der Welt gibt es Internet:-)

Ich bin letzte Woche jedenfalls endlich mit Fabian und Janet losgereist, und was soll ich sagen, es ist unglaublich aufregend. So ein paar mehr ruhige Tage für die Vorbereitung hätten gut getan aber naja…

Nach einer langen Anreise mit 8 langweiligen Stunden Aufenthalt am Flughafen Kairo, wurde es dann am Freitag Morgen aufregend. Der Zoll hat uns natürlich rausgezogen und wir durften erklären was wir mit 11 Notebooks in Ghana anfangen wollen. Die Schule, die die Spenden erhalten soll, ist leider noch nicht beim Zoll registriert, der Manager war nicht zu erreichen und draußen stand auch noch niemand der auf uns gewartet hat. Hmm… nicht der perfekte Start. Aber alles halb so wild, letztendlich wurden wir abgeholt, bekamen die Notebooks mit ein bisschen Überzeugungskraft und Geduld ausgehändigt und konnten uns durch den Verkehr in Accra zum Hotel quälen. Aber eine erfrischende Dusche nach der langen Reise Fehlanzeige! Kein Wasser und kein Strom.  Am nächsten Morgen nach der ersehnten Dusche die endlich funktionierte, ging es dann weiter – etwas über 8 Stunden bei 35 Grad im Bus ohne Klimaanlage. Was bei Fahrt durch offene Fenster noch gut auszugleichen war, stellte sich allerdings beim Stau am Anfang (2h) und beim Warten auf die Fähre zwischendurch (3h) als eine gute Probe heraus. So abenteuerlich ist es bisher auch weitergegangen: wir essen von Anfang an lokale Gerichte – auch von der Straße -, gehen am Straßenrand hinter kleinen Büsche auf Toilette und haben eine Unterkunft bekommen die ich gar nicht beschreiben kann sondern dann demnächst mal als Bild teile, haben keine richtige Toilette direkt in der Nähe und duschen uns mit Eimern in einem kleinen Betonquader. Direkt von 0 auf 100 sozusagen. Selbst für eine Ente sind so manche Dinge gewöhnungsbedürftig. Obwohl es zu Anfang ein deutlicher Schock war, haben wir 3 uns schon daran gewöhnt und meine Reisegefährten haben sich auf einige Dinge schon gut eingestellt und die Verhältnisse optimiert.

Unsere Zeit in der Schule ist genauso spannend wie das tägliche Leben, zum Einen weil manche Dinge hier einfach anders laufen, zum Anderen aber weil Kinder einfach überall Kinder sind und es wahnsinnig Spaß macht mit ihnen zu spielen und zu arbeiten. Janet unterrichtet die 1. Klasse (meist allein oder mit Fabian, da die Lehrerin der Klasse scheinbar nicht mehr kommt) und Fabian meist die 2. Klasse. Vor allem Englisch und Mathe sind natürlich vorne dabei, ICT- Unterricht mit Computern kam sehr sehr gut an und „Alle meine Entchen“ wurde auch schon gemeinsam gesungen.

Soweit zum ersten Statusbericht, weitere werden folgen. Alles in allem geht es mir gut, den anderen beiden auch und wir senden sonnige Grüße in die Heimat!

 

Bis bald, quack quack

3 Gedanken zu „Ndi (Guten Morgen) aus Ghana

  1. Ruth Well

    Hi, Ihr Drei – schön, dass man etwas von Euch mitbekommt. Tja, da sind eben andere Welten – aber Ihr meistert das schon. Viel Spaß Euch noch und bis bald. Grüße aus dem Schwarzwald

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