Reisebericht Abel Tasman: Mit dem Kayak und zu Fuß durch den Abel Tasman Nationalpark

In Neuseeland kann man gar nicht anders, als die Liebe zum Wandern zu entdecken. Die vielen grünen Hügel voller Schafe, atemberaubende Berge, Seen und Wälder ziehen einen einfach in die Natur. Man will hier nur noch raus, raus, raus! Neben den vielen Wanderwegen die man rein zufällig bei der Fahrt durch das Land entdecken kann gibt es hier auch viele Nationalparks und ebenso viele Möglichkeiten sich diese auf die ein oder andere Art anzuschauen. Wir haben uns unter anderem für einen Tagesausflug in wohl einem der bekanntesten Nationalparks Neuseelands dem „Abel Tasman“ entschieden. 1642 legte hier der Holländer Abel Tasman an und betrat als erster Europäer Neuseeland. Heute ist der Nationalpark bei Touristen vorallem wegen seinen zahlreichen kleinen Buchten, den wunderschönen Sandstränden und dem türkisglitzernden Meer so beliebt und ein bisschen Action darf natürlich auch nicht fehlen. Hier kann man nämlich zwei Dinge wunderbar miteinander verbinden: wandern und kayak fahren.

PANO_20141124_132427

Bei der Touristeninfo wurden uns gleich vier Flyer mit Kayakanbietern in die Hand gedrückt. Unterscheiden tun sie sich eigentlich in überhaupt nichts – wir haben uns daher wohl einfach aus dem Bauch raus entschieden und die the seakayak company gewählt.

Früh Morgens heißt es dann ab in die Badeklamotten und Ausrüstung mitnehmen:

  • Ausreichend Trinkwasser
  • Proviant für den Tag (es gibt unterwegs nichts zu kaufen)
  • Wecheselkleidung (Hose / Shirt)
  • Sonnenmilch
  • Moskitospray
  • Sonnenhut / Schirmmütze
  • Sonnenbrille
  • leichte Turnschuhe für die Wanderung
  • Kamera usw. in wasserdichten Beutel verstauen

Wir sind mit unserem eigenen Auto zur Ablegestelle der Kayaks gefahren und konnten es dort auf einem Parkplaz abstellen. Solltet ihr nicht mit dem Auto unterwegs sein gibt es einen Bustransport vom Touranbieter.

Bei einer ca. 30 Minüten sehr guten Einweisung macht unser Guide Lucas uns mit dem Kayak vertraut und erklärt auch, was wir in Notfällen beachten müssen.  Wir gehen gemeinsam die Karte mit unserer Route durch und er erklärt uns wie wir richtig einsteigen, wie man richtig sitzt, das Paddel hält, das Boot wendet, was passiert wenn man eine sogenannte Eskimorolle macht…Wir fühlen uns bestens aufgeklärt. Nach der Einweisung schleppen wir unser Kayak ins Wasser – ganz schön schwer und Lucas  kommt die ersten zehn Minuten mit ins Meer um zu sehen, ob wir mit dem Kayak klar kommen. Alles klappt – unsere Tour beginnt!

und...los paddeln!

und…los paddeln!

Es ist einfach herrlich! Die Sonne strahlt in voller Pracht vom Himmel, das Meer glitzert in den schönsten blau und grün Tönen, Möven fliegen kreischend durch die Luft und vor uns liegen unzählige Klippen und Buchten mit tollen Sandstränden, die wir nun entdecken werden.

DCIM105GOPRO

Aber ein bisschen anstrengens ist es auch. Hin und wieder geht ein ganz guter Wind und wir müssen gegen die Wellen ankämpfen – gutes Oberarmtraining sag ich da nur.

Den ersten Stop machen wir in einer kleinen Bucht mit einem kleinen Stückchen hellem Strand (hier gibt es auch meist ein kleines Toilettenhäuschen). Anlegen mit dem Kayak ist ganz einfach – das einsteigen und drüberziehen der Kayak Schürze ist schon etwas anstrengender ;-)-

IMG_20141124_132216

Weiter geht die Fahrt. Wir freuen uns riesig als wir die ersten Robben entdecken – direkt vor uns sitzen sie auf den Steinen und lassen sich die Sonne auf den Bauch brutzeln. Auch vor uns im Wasser kommt Bewegung auf, eine Robbe scheint riesig Spaß dabei zu haben Purtzelbäume zu schlagen – zu Schade nur, das unsere Kamera gerade im Wasserdichtenbeutel ist und wir nur die GoPro haben – aber umso mehr bleiben diese Bilder in unserem Gedächtnis und ihr müsst sie euch eben vorstellen.

IMG_20141124_161217

IMG_20141124_132241

Zum Schluss hin wird es doch noch ganz schön anstrengend. Insgesamt vier Stunden paddeln sind aber ne Nummer….puhhhhh- endlich da. Aber stimmt ja nicht ganz – jetzt müssen wir noch 4 Stunden zurück wandern. Also schnell aus den nassen Sachen raus, Hose und Turnschuhe angezogen und los. Die ersten Meter fallen erstaunlich schwer, dann laufen wir wie von selbst. Zuerst führt der Weg am Strand entlang, dann die Klippe aufwärts – hier hat man nochmal einen gigantischen Ausblick auf die Buchten und weiter geht es durch kleine Wälder- immer mal wieder kommt man an einer Gabelung zum Strand vorbei.

 

Wanderung im Able Tasman Nationalpark

Wanderung im Able Tasman Nationalpark

Der Weg läuft sich zum Glück relativ einfach, die meiste Zeit ebenerdig und die Landschaft vereinnahmt einen so, das man das Laufen gar nicht mehr bemerkt und schwupps sind 4 Stunden vorbei.  Am Ausgang aus dem Park liegen zahlreiche Steine die zu Namen und Liebesbotschaften formatiert wurden. Scheint hier ein Brauch zu sein, na dann…

IMG_20141124_175729

An unserem Wohnmobil angekommen merken wir allerding wie K.O. wir sind, fahren geschwind zum Camping Platz und fallen schon 30 Minuten später in einen tiefen Schlaf.

 

 

2 Gedanken zu „Reisebericht Abel Tasman: Mit dem Kayak und zu Fuß durch den Abel Tasman Nationalpark

    1. ducky Beitragsautor

      Vielen Dank für die Glückwünsche (wenn auch etwas verspätet) und dir ebenfalls ein gesundes und glückliches Jahr 2015!!
      LG aus Indien

      Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.