Reisebericht Ecuador: Mein Tag auf dem Markt in Otavalo

Wer von Quito aus mit dem Bus an einem Freitag nach Otavalo fahren möchte, der braucht entweder sehr viel Ausdauer oder verdammt viel Glück- so wie wir. Als wir an der Busstation ankamen hatten wir keine Ahnung was uns gleich erwarten wird: Eine kilometerlange Schlange mit Menschen und sie alle wollen nach Otavalo! Eine nette Dame in der Schlange vor uns erklärte uns, das es ca. zwei Stunden dauern wird, bis wir unsere Tickets bekommen – uffff. Aber wie gesagt, wir hatten ja Glück. Ganz weit vorne in der Schlange standen nämlich zwei Mädels aus Deutschland und die waren so nett und haben für uns ein Busticket mitgekauft, wer kann einem Quietscheenterich schon etwas abschlagen ;-). Hiermit nochmal ein Herzliches Dankeschön an die beiden! So saßen wir schon 20 Minuten später im Bus Richtung Otavalo.

Samstag ist Markttag

Gleich nach dem Frühstück starten wir unsere Entdeckungstour auf dem Markt. Die Besucher Otavalos kommen eigentlich nur hierher um den berühmten und bedeutensten Indio Markt Südamerikas zu erleben – genau wie wir.  Zwar findet der Markt jeden Tag im Stadtzentrum statt, aber nur klein und übersichtlich. Am Samstag verwandelt sich der sonst eher leblose Plaza de los Ponchos in ein buntes Markttreiben an denen ein Verkaufsstand dicht neben dem nächsten aufgebaut wird und die Verkäufer ihre Waren anbieten.

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Markttag Otavalo

Markttag Otavalo

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Ein Alpaca aus Alpacawolle

Ein Alpaca aus Alpacawolle

Frisch gekaufte Ziege wird transportiert

Frisch gekaufte Ziege wird transportiert

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Hut steht mir gut ;-)

„Hut steht mir gut“ 😉

Stoffe, Webteppiche, geknüpfte Bänder, selbstgestrickte Pullover und Socken werden hier genauso angeboten wie frisches Obst und Gemüse oder zahlreiche Souvenirs für Touristen und Musikinstrumente. An ihren Verkaufsständen kann man die Verkäufer wunderbar bei ihrer Arbeit beobachten, es wird gestrickt, Gemüse wird geputzt oder Kleider werden genäht.  Auch zahlreiche kleine Essensstände und Garküchen mit einheimischen Köstlichkeiten sind hier zu finden.

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Am Ende des Tages sind unsere Tüten voll bepackt – der Markttag war für uns also ein voller Erfolg. Ein Paradies auf Erden für Souvenirjäger :-).

Beute frisch vom Markt :-)

Beute frisch vom Markt 🙂

Das müsst ihr wissen:

Marktregel Nummer 1: Handeln, Handeln, Handeln. Diese Regel müsst ihr unbedingt einhalten, wenn ihr keine überteuerten Preise bezahlen wollt. Ich nenne immer einen Preis 1-2 $ unter dem Preis den ich bereit bin zu bezahlen und am Schluss landen wir dann bei einem Preis der für beide Seiten fair ist, das ist schließlich auch wichtig.

Transport nach Otavalo: Von Quito aus sind es mit dem Bus knappe 2 Stunden (Kosten: 2 $)  Wichtig: am besten besorgt ihr euch früh genug ein Busticket – Freitags ist es mit ziemlichen Wartezeiten verbunden.

Gästehaus: Übernachtet haben wir im Hostel „Valle de Amanecer“ . Die Lage ist perfekt für einen Markt Besuch – der befindet sich nämlich genau um die Ecke. Mit geteilten Badezimmer haben wir für ein Doppelzimmer 26 $ inklusive Frühstück bezahlt. Generell gibt es in Otavalo vor Ort genügend Übernachtungsmöglichkeit.

Rückfahrt nach Quito: Im Gegensatz zur Hinfahrt überhaupt kein Problem. Die Busse stehen am Busterminal bereit und das Ticket wird direkt im Bus gekauft (Kosten: 2 $).

 

2 Gedanken zu „Reisebericht Ecuador: Mein Tag auf dem Markt in Otavalo

  1. Heidi

    Schön, euch bei eurer Reise online begleiten zu können.
    Inzwischen bin ich wieder in Deutschland.
    Schön, dass Katrin und ich euch mit dem Busticket nach Otovalo helfen konnten.
    Ich bin schon ganz gespannt auf Janets Buch, das ich mir bald besorge.
    Weiterhin gute Reise euch Beiden!

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