Ghana

Transport:

TroTro (Minibus als Sammeltaxi): Die beste, billigste und unterhaltsamste (es läuft meist Musik und man kommt oft mit den Menschen ins Gespräch) Art um sich in Ghana fortzubewegen ist das TroTro. Diese fahren so gut wie überall und man kann jederzeit per Handzeichen zu oder aussteigen. Daher sollte man allerdingst auch etwas Zeit einplanen. Für 100 km haben wir schon öfter um die drei Stunden benötigt.

Kosten:

  • Kurze Strecken von einem ins andere Dorf kosten meist zwischen 0,80 und 2 Cedi.
  • Für die Strecke von Ada Foah nach Accra haben wir mit Gepäck 8 Cedi pro Person bezahlt. für die Strecke von Have (Volta Region) nach Accra waren es 14 Cedi p.P. und von Accra nach Cape Coast 8 Cedi p.P.
  • Je nach Trotro-Fahrer und Verhandlungsgeschick zahlt man hin und wieder zwischen 1-3 Cedi für größere Gepäckstücke.

Sammeltaxi: Eine etwas bequemere Art um von A nach B zu kommen ist ein Sammeltaxi. Es ist im Schnitt zwischen 0,5 und 2 Cedi pro Person teurer als ein TroTro,  hält dafür aber nicht überall.

Taxi: Es gibt auch private Taxis. Diese sind allerdings deutlich teurer und man sollte unbedingt vor Fahrantritt einen festen Preis vereinbaren. Für eine Fahrt die im TroTro ca. 2 Cedi p.P. kostet, zahlt man in solch einem Taxi um die 15 Cedi. Dafür wird man aber ohne Stop direkt zum gewünschten Ziel gefahren.

Motorbike: Für Ausflüge und Strecken die man mit wenig Gepäck zurücklegt sind Motorradtaxis eine tolle Sache – der Wind der einem ins Gesicht weht und es ist wirklich spannend, wie die Fahrer ihre Bikes gekonnt um jedes Schlagloch steuern. Allerdings  kostet es im Vergleich zum TroTro auch etwas mehr. Für die Strecke von Logba nach Tafi Atome haben wir ca. 5 Cedi pro Person bezahlt.

Sicherheit:
Wie schon erwähnt sind die Verkehrsmittel mitnichten sicher wenn man nach europäischen Standards bewertet. Keine Gurte, kein Helm auf dem Motorrad, abgenutzte Fahrzeuge (Bremsen, Reifen,…) und gnadenloses Überladen. Das ist ein Problem was der Reisende zur Genüge kennt, hier gilt es aufmerksam zu sein und auf die eigene Einschätzung und das Bauchgefühl zu vertrauen.

 

Essen:

Vom Essen in Ghana sind wir positiv überrascht. Es gibt viele leckere Gerichte und noch dazu ist alles sehr günstig, zumindest wenn man sich traut von den vielen Ständen an der Straße zu essen. Wir haben das unsere ganze Reise über getan und es ging uns wunderbar damit. Die Portionen werden hier nach Geld berechnet. Man bestellt also für 1, 2 oder 3 Cedi, je nachdem wie groß der Hunger ist. Für 2 Cedi hat man in der Regel eine ausreichende Portion auf dem Teller, wir haben diese sogar oft geteilt.
Gerade bei Obst ist hier Vorsicht im positiven Sinne geboten: Für 1 Cedi bekommt man z.B. unglaublich viel Mangos (16 waren es bei uns).

Das Essen ist generell scharf, wer nicht gerne scharf isst, sollte also vorher besser nachfragen und die zum Essen gereichten Soßen schmecken meistens leicht nach Fisch, auch wenn man eine rein vegetarische Portion bestellt.

  • Fufu (Nationalgericht):

Eine Art Kloß der aus gemahlener Kassawa und Kochbananen hergestellt wird. Der Kloss an sich ist recht geschmacksneutral, allerdings wird dazu eine scharfe Soße meist mit Fisch oder Hühnchen serviert. Auch wenn man ohne Fleisch bestellt schmeckt die Soße immer etwas nach Fisch.

  •  Banku:

Ebenfalls ein Kloß, allerdings aus Mais und Kassawa. Schmeckt leicht säuerlich. Dazu gibt es ebenfalls eine scharfe Soße, meist auch mit Hühnchen oder Fisch.

  • Kenkey:

Eine Art gekochter Maisball dessen Zubereitung mehrere Tage dauert. Es wird in Bananenblättern serviert und schmeckt leicht säuerlich. Dazu bekommt man wieder eine scharfe Soße.

  • Kelewele (Snack):

Gewürzte und angebratene Kochbananen.

  •  Gari:

gemahlene Kassawa. Wird gerne unter Bohnengerichte (redred) gemixt.

  • RedRed:

Bohnen, Palmöl, Gari und Kochbananen werden miteinander vermischt.

Plantain

  • Reis / Jollof rice:

Ein weiteres Nationalgericht ist angebratener Reis. Gibt es an sämtlichen Essensständen und wird oft mit Salat vermengt und mit einer scharfen Soße und Fisch oder Hühnchen serviert. Es ist aber auch kein Problem eine rein vegetarische Portion zu bestellen.

  •  Nudeln:

Auch Nudelgerichte bekommt man häufiger an Straßenständen, allerdings im Schnitt 1-2 Cedi teurer als die Reisgerichte. Ebenso wie beim Reis werden diese angebraten und mit etwas Salat, scharfer Soße und Hühnchen oder Fisch serviert.

Gebratene Nudeln

  • Fleisch:

Fast überall bekommt man Fisch, Hühnchen und Ziege. Aber auch Schweine und Rindfleisch wird gelegentlich angeboten.

  • Obst & Gemüse:

Bananen, Mangos, Papaya, Melonen, Ananas, Avocado, Tomaten…
Es fehlt an nichts und alles schmeckt intensiv und unglaublich lecker!

fruits

  • Brot:

für Volkorn-Fans ist hier wohl ein deutlicher Minuspunkt zu vermerken, Es gibt zwar überall Brot- aber nur sogenanntes “Sugarbread”. Süßes und sehr weiches Weißbrot.

  • Fatballs:

Eine Art frittierter, süßer Hefeteigball. Lecker und als kleines Frühstück wunderbar geeignet.

  •  Kuchen/Kekse:

Auch selbstgebackene Kuchen und Kekse sind hier in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen erhältlich. Kokos, Karotte, Banane. Sehen zwar etwas trocken aus, schmecken aber lecker.

  • Frühstück:

In den Gästehäusern in denen wir übernachtet haben gab es zum Frühstück immer ein Eieromlette mit Gemüse und getoastetes Sugarbread. Dazu Tee oder Kaffee.

breakfast

 

Übernachtungen:

Have:
Während unseres Volunteereinsatzes an der Schule in Have hatten wir in kleines, einsames Zimmer mitten im Dorf. Wir haben zusammen mit den Menschen im Dorf gelebt, auf ihre Weise geduscht, Wäsche gewaschen. Alles war sehr einfach aber wir würden jedem Reisenden ans Herz legen solch eine Erfahrung zu machen.

Logba (Tafi Atome) – Hotel Neil Sheila:
Hier hat es uns sehr gut gefallen obwohl das Gästehaus sehr einfach ist.

Zimmer mit Klimaanlage, großem Bett und einem kleinen Fernseher. Bad mit Dusche ist auf dem Flur. Frühstück (Eieromlette mit Toast und Kaffe oder Tee) ist im Preis inklusive. Es gibt die Möglichkeit draußen zu sitzen und die Mitarbeiter sind sehr freundlich, allerdings auch sehr zurückhaltend. 5 Minuten entfernt gibt es einen recht modernen Drink Spot und weitere 5 Minuten weiter kommt man an einigen Straßenständen vorbei an denen man Obst, Reis, Brot usw., kaufen kann.

Preis (2 Personen): 35 Cedi pro Nacht

 

Cape Coast – Hans Cottage Botel

Hier waren wir leider etwas enttäuscht und fanden es etwas überteuert.
Die Anlage ist zwar wirklich toll gemacht: Es gibt einen See mit Krokodilen, die man während bestimmter Zeiten sogar anfassen kann. Einen Pool, gemütliche Plätze um draußen zu sitzen und einen kühlen Drink zu genießen und ein Internetcafe (hat während unseres Aufenthalts allerding nicht funktioniert). Die Zimmer sind sauber, mit großem Bett, TV, Kühlschrank und Dusche. Frühstück (Ei, Toast, Obst; Kaffee, Tee) ist im Preis inklusive. Allerdings ist es sehr abgelegen und es gibt nur einen einzigen Verkaufsstand vor dem Gästehaus an dem Banku verkauft wird. Das Essen im Gästehaus ist vergleichsweise teuer und wir fanden es leider auch nicht besonders lecker. Daher sind wir jeden Tag zum Essen mit einem TroTro in eines der umliegenden Dörfer gefahren.

Preis (2 Personen); 75 Cedi pro Nacht

Preis/Leistung:**
Essen:*
Lage:**
Service:****
Internet:*


Kokrobite – Big Millys Backyard

Hier hat uns die Unterkunft sehr gut gefallen, aber die Menschen in dieser Gegend waren ein bisschen merkwürdig und gefühlt nicht ganz so offen wie bisher.
Ein Backpacker Paradies wie es im Buche steht: Das Gästehaus besteht aus vielen kleinen Hütten mit Bett und Dusche und ist einen Katzensprung vom Strand entfernt. Es gibt eine Bar und viele gemütliche Sitzmöglichkeiten. Man kann wunderbar den Strand und die Menschen beobachten. Die Mitarbeiter sind freundlich und fünf Minuten zu Fuß erreicht man eine Straße mit sämtlichen Essenständen und kann sich wunderbar selbst versorgen. Allerdings sind die Menschen hier gefühlt unfreundlicher – haben kaum mit uns geredet und oft bekamen wir auf unsere Fragen keine Antwort.

Preis (2 Personen): 65 Cedi zzgl. Frühstück: zwischen 5-10 Cedi pro Person

Preis/Leistung:***
Essen:****
Lage:****
Service:****
Internet:*

 

Ada Foah – Maks Guesthouse:

Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt, obwohl der Service leider einige Wünsche offen lässt.
Zimmer mit Dusche, TV und Klimaanlage. Frühstück (Eieromlette, Toast, Tee, Kaffee und Obst) im Preis inclusive. Allerdings hat ständig Wechselgeld gefehlt, der Schlüssel für den Getränkeschrank war nicht da als wir etwas zu trinken wollten und an einem Morgen gab es einfach kein Frühstück-aber auch keinen Preisnachlass. Direkt vor der Tür ist eine Straße mit zahlreichen Essensständen und einige Drink Spots sind in unmittlbarer Umgebung. 10 Minuten zu Fuß ist man an einer Bootablegestelle und kann sich für 15 Cedi zu einem der Badestrände fahren lassen. Die nahegelegenen Strände und das Meer sind leider restlos vermüllt, allerdings kann man auch in ca. 2 h zu einem der Badestrände des Volta Sees laufen. Mit dem TroTro ist man in ca. 25 Minuten in Kasseh.

Preis (2 Personen): 57 Cedi pro Nacht
Preis/Leistung:****
Essen:****
Lage:***
Service:**
Internet:*

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