Auf die Schaufel, fertig, los! – Ein Tag am Hot Water Beach in Neuseeland

Ja, gelegentlich muss man sich schon fragen, sind wir nicht alle ein bisschen Bluna? Ich kann euch nur sagen: Ich auf jeden Fall und das ist auch gut so. Einen gewissen Drang zum experimentieren und eine große Portion Neugierigkeit kann ich jedem Reisenden nur wärmstens empfehlen – so erlebt man unvergleichbare, einmalige Dinge!

In zahlreichen Reiseführern Neuseelands wird der Hot Water Beach auf der Nordinsel im Gebiet Coromandel als eine DER Touristenattraktionen überhaupt angepriesen. Hier kann man sich während der Ebbe seinen eigenen Pool mit heißem Wasser graben. Das Wasser wird durch unterirdische Gesteinschichten (Überreste einer vulkanischen Aktivität) erhitzt und ist beim Austritt aus den Quellen noch um die 60 Grad heiß.

Obwohl das Wetter uns nicht gerade mit strahlendem Sonnenschein an den Strand lockte, sondern der Himmel eher über und über mit Wolken behangen war, haben wir uns auf dem Weg zu diesem berüchtigten „Hot Water Beach“ gemacht. Ein Strand an dem man sich ein Loch buddeln kann um dann in warmem Wasser zu baden? Ich bin dabei! Was zunächst so verlockend klingt ist allerdings ganz schön harte Arbeit – es ist nämlich gar nicht so einfach an die unterirdischen heißen Quellen zu kommen. Eine Schaufel haben wir nicht dabei – wir hatten gelesen dass man sie vor Ort ausleihen kann (was dann leider nicht funktioniert hat). Und ganz schön hinterhältig wie fies heiß das Wasser ist, wenn man dann endlich eine heiße Quelle gefunden hat. Buddeln mit bloßer Hand ist also nicht – Schaufel mitbringen!. Aber freundlich wie die Neuseeländer sind, wird uns eine Schaufel geliehen und wir buddeln und buddeln und buddeln…

Buddeln, buddeln, buddeln...

Buddeln, buddeln, buddeln…

Dabei werden wir skeptisch von einer Möve beobachtet

Dabei werden wir skeptisch von einer Möve beobachtet

Um uns herum versuchen dutzende andere Buddler ihr Glück (pro Jahr versuchen das übrigens um die 130.000 Menschen!) – die meisten mit dem gleichen Erfolg wie wir, nämlich keinem.  Am besten in einer Gruppe graben oder zur richtigen Zeit kommen – wenn das Meer etwas ruhiger ist – dann habt ihr vielleicht eine bessere Chance auf euren ganz eigen ausgehobenen SPA am Bereich am Strand. Da es bei schlechtem Wetter hier schon so voll ist, will ich allerdings gar nicht wissen, wie der Strand hier in der Hochsaison mit strahlendem Sonnenschein aussieht;-).

IMG_20141023_122528Viel weiter als ein Fußbad für unsere Füße auszuheben kommen wir einfach nicht.

Immerhin die Füße haben es schön warm

Immerhin die Füße haben es schön warm

Sobald wir einen großen Graben geschafft haben, kommt eine riesige (und eiskalte) Welle aus dem Meer angeschwappt und macht die ganze Arbeit zu Nichte.

Bei der Gruppe neben uns sieht es schon besser aus , sie sind aber auch zu acht und buddeln wie die Weltmeister und können tatsächlich im heißen Wasser baden. So richtig Entspannung scheint aber auch bei denen nicht aufzukommen – sie werden zwischendrin nämlich immer von einer Kaltwasser-Welle abgeduscht.

IMG_20141023_112925 Als es schließlich richtig anfängt zu regnen geben wir nach guten zwei Stunden auf – aber ein Erlebnis war es allemal und was für eine Gaudi ! 🙂

Die Möve hat dann auch genug...

Die Möve hat dann auch genug…

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