Reisebericht Hongkong – pulsierende Großstadt

Hongkong war für uns eigentlich nur ein „Mittel zum Zweck“ ein kurzer Stop over um unser Visa für China zu bekommen. Da dies aber ganze 4 Tage in Anspruch nahm, hatten wir ausgiebig Zeit Hongkong etwas besser kennen zu lernen und die aus insgesamt 263 Inseln bestehende Metropole ist definitiv einen Abstecher Wert!

Schon auf dem Weg vom Flughafen ziehen sie unsere Blicke magisch an sich und wir kommen aus dem Staunen kaum noch raus: Hochhäuser, egal wo man hinblickt, überall sind monströse Wolkenkratzer die vom Boden in die Höhe schießen. Die Stadt ist Richtung Himmel gebaut. Außer das alles in die Höhe gebaut ist, lässt sich aber kein einheitliches Bauschema erkennen, die Architektur wirk willkürlich zusammengewürfelt und es wird eben so gemauert, wie Platz vorhanden ist. Die Hochhäuser sind ein krasser Kontrast zu der traumhaften Insellandschaft die Hongkong umschließt.

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Wie in China fühlt man sich in Hongkong  aber nicht wirklich – es ist doch ziemlich westlich angehaucht. Zwar sind über 90% der 7 Millionen Einwohner chinesischer Abstammung, bis 1997 gehörte Honkkong jedoch zum Vereinigten Königreich und ist bis heute eine unabhängige Sonderverwaltungszone mit freier Marktwirtschaft. Nahezu überall wird gutes Englisch gesprochen. Man ist in einem exotischen Land, wird aber kaum von Händlern und Schleppern belagert – nur hin und wieder wird man von einem der geschäftstüchtigen Inder verfolgt. Nach dem Chaos das all die exotischen Länder sonst gemeinsam haben sucht man hier vergeblich – zur Abwechslung auch mal angenehm.  Sogar Straßenampeln haben hier tatsächlich eine Bedeutung und es wird brav auf „grün“ gewartet.

Hongkong bedeutet wörtlich übersetzt „duftender Hafen“. Diese Umschreibung fand ich mehr als passend, denn wenn man durch die Straßen Hongkongs schlendert, hat man alle paar Meter einen anderen Geruch in der Nase. Mal verführerisch süß nach einem frischgepressten Fruchtsaft, feurig scharf weht es von den zahlreichen Essensständen am Straßenrand herüber oder man muss sich die Nase zuhalten, da man an einer eher unappetittlichen Mülldeponie vorbeikommt. Irgendein Duft liegt immer in der Luft aber hauptsächlich riecht es nach vielen verschiedenen kulinarischen Angeboten ;-).

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Top Attraktion und ein MUSS für jeden Touristen ist der Viktoria Peak. Also stellten auch wir uns in die lange Warteschlange. Trotz massig Menschen ging es aber tatsächlich recht zügig und nach gut einer Stunde in der prallen Sonne saßen wir endlich in der Trambahn, die uns auf einer der steilsten Tramstrecken der Welt zu diesem fantastischen Aussichtspunkt brachte. Beim Ausblick auf „Hongkong von Oben“ verschlägt es einem die Sprache. Atemberaubend! Hammer! Gigantisch! WOOOOW!

Ausblick vom Viktoria Peak

Ausblick vom Viktoria Peak

Wherever you go, go with all your heart

Wherever you go, go with all your heart

Viktoria Peak

Viktoria Peak

Meine Begeisterung für die Skyline dieser Stadt ist nicht zu bremsen und auf der anderen Seite der fantastische Ausblick ins Grüne – ich kann mich gar nicht satt sehen – was für eine gegensätzliche Stadt – aber von oben definitiv die atemberaubendste die ich je gesehen habe! Was für ein grandioser Blick über die Insel, Berge und zahlreichen Schiffe.

Blick auf Hongkong vom Viktoria Peak

Blick auf Hongkong vom Viktoria Peak

Blick aus dem Fenster der Trambahn

Blick aus dem Fenster der Trambahn

Star Ferry

Seit über 150 Jahren gibt es dieses historische Transportmittel. Eine Fährverbindung, die die Passagier zwischen Hongkong Island und Kowloon befördert. Bei der Überfahrt kann man die Skyline Hongkongs wunderbar auf sich wirken lassen!

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Fantastische Skyline!

Lasershow

Lasershow

Hongkong by night

Hongkong by night

Bruce Lee & Me :-)

Bruce Lee & Me 🙂

Fahrt zur Cheung Chau Island

Fahrt zur Cheung Chau Insel

In Hongkong habe ich Ivy kennengelernt, eine Freundin meiner Reisegefährten und wir hatten zwei wirklich großartige Tage mit ihr! Sie hat uns gezeigt, wie Einheimische ihr Hongkong erleben und wo sie am liebsten übers Wochenende ausspannen. Liebe Ivy, gaaaanz lieben Dank für die tolle Zeit in Hongkong!!!

Wir genießen das Hongkonger Nachtleben

Wir genießen das Hongkonger Nachtleben

Cheung Chau Island

Cheung Chau Island

Cheung Chau Island

Cheung Chau Island

We will miss you!

We will miss you!

Wer der Großstadt Hongkong entkommen möchte und es etwas luxeriöser mag, findet 30 Minuten vom Flughafen entfernt eine wunderschönen Hotelanlagenkomplex „Discovery Bay Hongkong“  mit Strand und grünen Bergen. Uns hat es beim Flug von China nach Tonga nämlich nochmal nach Hongkong verschlagen, da wir leider unseren Anschlussflug verpasst haben. Die Fluggesellschaft war aber so nett und hat uns drei Tage in einem Luxushotel bezahlt :-).

Kurioses und Nachdenkliches:

Hongkong pulsiert – aber trotzdem fühlt man sich hier pudelwohl. Es hat etwas von einem überdimensionalen Herzen, das einfach immer ein bisschen zu schnell schlägt. Vollgestopft mit vielen Menschen die es eilig haben – in der Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln und in den Straßen liegt immer etwas Hektik in der Luft.

Hier fährt die einzige Doppelstock Trambahn der Welt:

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In Hongkong leben um die 100.000 sogenannte Cage People ( Käfigmenschen). So werden die Bewohner Hongkongs bezeichnet, die mit mehreren Personen in einem kleinen Raum wohnen. Die Räume sind dabei durch abschließbare Käfige oder Holzboxen, welche etwa 2 Kubikmeter groß und teilweise doppel- oder dreistöckig gestapelt sind, in einzelne Bereiche geteilt, die meist nur Platz für einen Schlafplatz haben. Die Käfigbewohner nutzen Küche und Sanitäranlagen gemeinsam, wobei eine Toilette oftmals für zehn Personen genügen muss. Für einen Käfig beträgt die Monatsmiete zwischen 1.000 und 1.500 Hongkong-Dollar, umgerechnet also etwa 100–150 €. Auf die Wohnfläche gerechnet ist das selbst für Hongkonger Verhältnisse teuer, absolut gesehen entspricht es aber je nach Stadtteil nur einem Zwanzigstel bis Drittel der Miete für eine kleine Wohnung und ist für viele die einzige Möglichkeit wie sie sich ein Dach über dem Kopf leisten können.

Tipps und Infos:

Octopus Card: Gibt es an Serviceschaltern in der Ubahn oder bei 7Eleven zu kaufen. Diese Karte wird mit einem gewissen Betrag aufgeladen und dient dann als Bezahlmittel für Metro, Tram und viele Supermärkte, eigentlich für fast alles. Super praktisch! Was ihr nicht ausgegeben habt, könnt ihr am Ende problemlos zurück tauschen.

Übernachtung:

Eine sehr einfache Übernachtung aber in super zentraler Lage und sehr sicher bietet der Hostelkomplex Chung King Manson. Wir haben hier im Hostel Ashoka übernachtet. Das Zimmer war sehr einfach und klein, aber sauber und sicher. Kosten: ca. 50 € pro Übernachtung im Doppelzimmer

Discovery Bay: Hotel Auberge Kosten:  Doppelzimmer um die 170 € pro Nacht

Restaurants:

  • Diese Dumplings (eine Art asiatische Maultasche) müsst ihr einfach probieren ( auch für Vegetarier geeignet;-)):Din Tai Fung Restaurant
  • Dumpling Restaurant

    Dumpling Restaurant

  • Etwas schicker und teurer aber fantastisches Essen: Bloom Restaurant

Ausflüge / Sehenswürdigkeiten:

  • Star Ferry: Günstig und hier könnt ihr die Skyline Hongkongs von unten auf euch wirken lassen. Kosten: ca. 2 € pro Person
  • Viktoria Peak: Genialer Blick auf Hongkong. Etwas Zeit mitbringen oder versuchen die Tickets online zu kaufen. Kosten: ca. 8 € pro Person
  • Ausflug zu einer der wunderschönen Inseln die Hongkong umgeben. z.B. Cheung Chau
  • Lasershow jeden Abend zweimal direkt am Hafen – und ganz kostenlos :-).

Fazit: Für mich war Hongkong die gigantischste Stadt die ich je von oben gesehen habe und all die Hochhäuser haben mich wirklich sehr beeindruckt. Falls es mich mal wieder für einen Stop over hier her verschlägt, – gerne 🙂

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