Hans-Heinrich in den USA

Hallo, ich bin der Hans-Heinrich – eine blaue Reise-Ente. Klingt komisch … ist auch komisch.

Da ich zusammen mit meinen menschlichen Freunden Stephan und Basti in die USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten fuhr, werde ich hier nun berichten, was wir so Tolles und Skurriles erlebt haben.

Aber erst einmal zu mir … das bin ich:

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Geil, oder? 😉

Tag 1

Nach einem sehr gemütlichen Flug erwartete uns der erste Stopp: Chicago … sehr coole Stadt, wobei, so „cool“ war’s gar nicht … 33°C im Schatten; immerhin verstärkte dies unser Urlaubsfeeling. Übernachtet haben wir sehr günstig in einem hübschen Hotel in Downtown – gebucht über Priceline (dazu später mehr).

Deutsche, Deutsche, Deutsche … am ersten Abend haben wir drei uns ein typisch amerikanischen Diner ausgesucht; viel war nicht los – fünf Tische waren besetzt, drei davon mit Deutschen – aaaber, das sollte für lange Zeit der letzte Kontakt mit meinen Landsleuten sein.

Tag 2

Guten Morgen Chicago – die Sonne weckte uns, da wir ein Zimmer im höchsten Stock zur Ostseite bekamen. Auf zu den Klassikern: Navy Pier, Bootsfahrt in die Kanäle, Williams Tower, die Bohne … und natürlich die Chicago style Pizza, yammi.

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Hier lässt es sich aushalten – nicht so verrückt und überladen wie NYC. Was war das doch für ein anstrengender Tag … die Hitze machte nicht nur mir zu schaffen. Die Abendstunden verbachten wir  u.a. in einer Bar, die ihr eigenes Bier braut; eine Sorte mit Grapefruit-Aroma – bäh!

Tag 3

Unser „Road Trip“ begann – natürlich brauchten wir dazu ein Auto. Praktisch, dass wir schon eins vorreserviert hatten. Achtung: wenn man einen Mietwagen bucht und ihn in einem anderen Bundesstaat abgeben möchte, kostet das wuchtige Einweg-Mieten. Bei uns war diese Einwegmiete mit 400$ teurer als die eigentliche Miete des Wagens.

Da ich als Reise-Ente gar keinen Führerschein hab, musste ich zum Glück nie selbst fahren. Schon komisch … die Ampeln hängen hinter der Kreuzung, es gibt Mautstellen auf den Autobahnen (Interstates) und irgendwie fahren alle nahezu  gleich schnell – ein Hoch auf den Tempomat.

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Die Interstates haben in der Regel viiiiele Spuren, dieser hier ist noch ein kleiner – das Maximum was wir gesehen hatten waren 7 Spuren pro Fahrtrichtung … verrückt diese Amis.

Aber endlich waren wir auf der Straße … auf dem Weg gen Süden sind wir auch ca. 100km auf der historischen Route 66 gefahren – naja.

Tag 4

Bevor wir weiter Richtung St. Louis fuhren, haben wir uns erst einmal Springfield angesehen. Homer und Marge haben wir nicht getroffen, dafür haben wir uns aber das State Capitol, in dem Barack Obama seine Karriere begann angesehen und eine kostenlose Führung mitgemacht.

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Das State Capitol … nein, auf dem Denkmal ist nicht Jebediah Springfield zu sehen 😉

Und dann hieß es wieder „ab auf die Straße!“ – St. Louis erwartet uns schon. In St. Louis hatten wir uns eine private Unterkunft gemietet. Portale wie AirBnB und Wimdu bieten nicht nur private Zimmer, sondern auch ganze Häuser. So hatten wir ein kleines Häuschen direkt am Mississippi gebucht. Dort angekommen, hießen uns auch schon die Gastgeber willkommen und haben uns gleich in die größte Brauerei der USA begleitet – Budweiser – natürlich mit Verkostung … lecker. Was unterscheidet Budweiser zu deutschen Bieren … richtig, in amerikanischen Bieren ist auch Reis enthalten.
Nach der Brauerei wurden wir in der Innenstadt von St. Louis abgeladen und so fuhren wir den Gateway Arch hinauf … obwohl ich ja als Reise-Ente schon noch fliegen kann, bekam ich da oben ein doch etwas mulmiges Gefühl im Magen.

hhusa5Der Gateway Arch im Hintergrund – ein heftiges Gewitter zog auf.
Den Abend verbrachten wir mit unseren Gastgebern zu Hause mit Rippchen und Blick auf den durch Blitzen malträtierten Mississippi.

Tag 5

Freizeitpaaaaark – Six Flags – Achterbahn. Wahnsinn. Die Amis sind verrückt. Der Park ist nicht schön, soll er auch gar nicht sein. Ziel ist einfach: eine krasse Achterbahn neben der nächsten zu stellen. Geil. Aber teuer ist es da … ein Stück Pizza und 0,5l Getränk = 17 USD.
Und Freunde, ich war geschockt – meine Artgenossen wurden in einem viel zu kleinen Kasten gehalten und ein grausamer Greifer trennte sie, falls liebevolle Parkgäste einen adoptieren wollte, aber seht selbst:

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Nach dem Besuch im Freizeitpark fuhren wir wieder in die Innenstadt. Ted Drewes frozen custard – eine sehr bekannte Eisdiele direkt an der Route 66 – das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Sehr leckeres Eis.

hhusa7Übrigens: das ist ein kleiner Becher, also kommt ja nicht auf den Gedanken in den USA ein Menü oder ähnliches in Medium-size oder sogar large zu bestellen.

 

That am I front the Mississippi – I can English.

That am I front the Mississippi – I can English.

Tag 6

Auf unseren Tagesplan standen zwei Punkte: NFL und Fahrt nach Kentucky.
Erster Punkt – ab ins Stadion … NFL, erster Spieltag – St. Louis Rams gegen Minnesota Vikings … am Ende doch ein sehr deutlicher Sieg für die Gäste. Deswegen war die Stimmung, vor allem gegen Ende hin nicht die Beste, obwohl ausverkauftes Haus. Im Vergleich zu Deutschland sind die Cheerleader erwachsen und verdammt sexy – und das sage ich als Reise-Ente 😉

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Nach dem Spiel hatte uns die Straße wieder – 5h Fahrt in den Lake Barkley State Park. Ein Erholungsgebiet mitten in Kentucky.

Im Sonnenuntergang Steine fletschen … toll :-)

Im Sonnenuntergang Steine fletschen … toll 🙂

Tag 7

Neben Erholen, baden im Pool (mein Element) und Tennis-Spielen mussten wir es ausnutzen, dass wir in Kentucky sind und haben in einem Kentucky Fried Chicken gegessen … naja gut, da ich kein Kanibale bin, habe ich Stephan und Basti das überlassen. Aber sie meinten, dass es in Deutschland doch besser schmecke.

KFC in Kentucky

KFC in Kentucky

Tag 8

Und weiter ging‘s auf unserem Road Trip – diesmal war Nashville unser Ziel. Die Strecke zog sich sehr – nach ca. 6 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Wieder ein 4*-Hotel-Schnäppchen via Priceline ergattert. Da der Basti doch etwas zum Schnarchen neigt, hatten wir spontan ein zweites Zimmer gebucht. Kaum in Nashville angekommen, zog es auch schon in die Innenstadt der „Music City“. Am Broadway reihen sich Bars an Bars und bieten rund um die Uhr live Musik. Herrlich.

Tag 9

Tag 9 stand ganz im Zeichen von Nashville. Wir hatten uns alles angesehen – Capitol, Broadway, Parks und vor allem sind wir quasi in jeder Bar gewesen.

Da posierte ich vor dem State Capitol in Nashville.

Da posierte ich vor dem State Capitol in Nashville.

Selbst zur Mittagsstund‘ konnte ich meine Flügel zum Takt der Musik wippen.

Selbst zur Mittagsstund‘ konnte ich meine Flügel zum Takt der Musik wippen.

Am Abend dann eine Begegnung der besonderen Art. Während Stephan und Basti genüsslich ein Eis am Cumberland River schleckten kamen zwei Polizisten auf uns zu und sprachen in ernster Stimme „You’re not allowed to eat ice cream out here!“ … etwas verdutzt schauten sich Stephan und Basti an, bis die Situation durch das Lachen der Polizisten und ein „Just kiddin‘“ unterbrochen wurde. 🙂

Tag 10

Bye bye Nashville – wir mussten weiter nach Atlanta. Und auf der Fahrt durchquerten wir einen Längengrad und mussten unsere Uhren um eine Stunde umstellen. Zeit blieb uns leider nicht viel. So schafften wir es nur in die Coca-Cola Welt. Ein Kommerztempel um die wohlbekannteste Marke der Welt. Nichtsdestotrotz ein lohnenswerter Besuch – da man am Ende aus über 100 Getränkesorten so viel kosten konnte wie man wollte.
Übernachten wollten wir in einem Priceline-Schnäppchen im Stadtrand von Atlanta. Auch hier entschieden wir uns für ein zweites Zimmer, das wir über Priceline buchen wollten. Da man aber bei Priceline nicht das Hotel sondern nur die Sterne und Region auswählen kann ging das ganze quasi in die Hose. So hatten wir zwei Zimmer in zwei unterschiedlichen Hotels – aber es gibt schlimmeres.

Tag 11

Unser Trip neigt sich dem Ende. Nach einem typisch amerikanischen Frühstück fuhren wir zum Flughafen Atlanta, gaben uns heißgeliebten Flitzer ab und bestiegen das Flugzeug, das uns wieder heil nach Deutschland zurückbringen sollte.
Ein Highlight gab es dann doch noch. Während die Passagiere im Flieger schliefen bzw. ihre Fensterläden alle zu hatten spielten vor unseren Augen bezaubernde Polarlichter – so kann eine Reise zu ENTE gehen 😉

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