Fronk, die bayerische Ente auf Italientour

Hallo lieber Ducky,

es ist sehr viel Zeit vergangen seit dem wir uns zum letzten Mal gesehen haben. Ich sehe schon, du trägst die Leidenschaft des Reisens der Familie in dir :-).

Da ich gesehen habe, dass du eine wunderschöne Seite als Hilfe für andere Reisefreunde gestaltet hast, entschied ich mich, dir einen Reisebericht von meiner letzten Reise zu schreiben., Viel Spaß beim lesen meiner Geschichte „Fronk, die bayerische Ente auf Italientour“.

Sirmione – Manerba-del-Garda – Verona

Am 31.07.2014 bin ich in Sirmione nach 4,5 Std fahrt aus München angekommen. Die Stadt war sehr ruhig für diese Jahreszeit. Ich erwartete volle Strände und Restaurants, lautes Kinderlachen und glückliche Pärchen überall, aber alles war viel entspannter und ruhiger als ich es mir vorgestellt habe. Wie du schon weißt, reise ich mit Snezhi und Dominik. Die sind immer sehr gut vorbereitet wenn es um die Sehenswürdigkeiten, die Restaurants und die anderen Dinge geht, welche man unbedingt erleben und sehen sollte!

1. Tag

Wir haben recht schnell unsere Unterkunft gefunden. Übernachtet wird bei Roberto in Sirmione. Er hat ein einfaches, kleines B&B in Colombare/Sirmione. Roberto ist unglaublich nett und hilfsbereit. Er ist ein wunderbarer Guide für die Stadt und die Umgebung. Das Zimmer ist nicht so groß und kein 5* Luxus aber man hat alles was man braucht und es ist sehr, sehr sauber. Ach, ich habe fast vergessen, Wi-Fi gibt es auch! Außerdem besitzt Roberto ein Restaurant Namens Rotonda in dem gleichen Haus. Das Lokal ist sehr beliebt in Sirmione und das Essen einfach „perfeto“ wie die Italiener sagen. Diese Unterkunft bekommt von mir 4 von 5 Entenwatschlern. Für das Essen im Restaurant in welchem wir 2 Mal gegessen haben gibt es 3,5 von 5 Watschlern für das Essen allgemein, hervorzuheben ist jedoch die Pizza, welche auch von allen Italienern hier gegessen wird. Für die gibt es 5 von 5 Watschlern!!!!

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2. Tag

Nach dem ich ausgeschlafen habe, durfte ich Dominik und Snezhi zum Jamaika Beach begleiten. Wir haben den Bus vor der Haustür bis dahin genommen, weil es mit dem Auto sehr teuer ist. Das Bus-Ticket kostet nur 2,00 € pro Person und mit dem Auto zahlt man 4,00 € für die Stunde auf dem vollen Parkplatz. Das lohnt sich wirklich nicht, lieber Ducky. Jamaika Beach kann man von zwei Seiten aus erreichen und dann auch die gesamte Küste entlang ablaufen wenn man möchte und der Wasserpegel es erlaubt (am besten Einheimische vorher fragen). Wir sind vom öffentlichen Strand aus „Spiagga Lido delle blonde“, bis zum anderen Ende bei den teuren Hotels gelaufen, das war sehr spannend und sehr schön. Man kann immer wieder stoppen und das angenehme Wasser, die Aussicht und die kleinen Wellen genießen. Es ist  wie eine kostenlose Hydromassage. Der Strand, beziehungsweise ein Stück aufwärts in Richtung römische Festung läd auch sehr zum verweilen ein. Die Altstadt, durch welche man läuft wenn man zum Strand möchte, ist auch sehr schön, aber auch sehr touristisch. Uns persönlich zu touristisch, so stellt das kleine etwas verschlafene Colombare Italien für uns deutlich realistischer dar, wie das von Hotels, mittelmäßigen Restaurants, Eisdielen und überteuerten Geschäften zugepflasterte Sirmione.

Zum Abendessen sind wir nach Rovizza in Sirmione gefahren. Dort gibt es ein tolles Restaurant mit typisch italienischen Essen Namens „Clementina“. Wir hatten keine Reservierung und hätten beinahe keinen Platz bekommen…aber zum Glück haben sie eine tolle Ecke für uns drei hergerichtet.

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3. Tag

Zeit zum leckeren Salami, Käse und Wein kaufen. Ich habe mich in den Rucksack von Snezhi reingeschmuggelt und die Reise durch die italienischen Dörfer richtig genossen. Die Italiener fahren so verrückt, das habe ich nie in Deutschland gesehen. Die Straßen sind richtig eng und überall stehen Schilder mit 30 oder 50, aber keinen Menschen interessiert es. Sehr erschreckend….

Zuerst sind wir nach Torre di San Martino gefahren, hier hat es auf einem Hügel einen alten Turm aus der Zeit des Österreichisch-Ungarischen-Krieges. Danach sind wir auf die Suche nach Weingütern gegangen. Hier war Lugana, aus welchem der berühmte Weißwein kommt, direkt auf dem Weg. In Lugana sind wird zum Weingut Cà dei Frati gefahren um leckeren Lugana und ein paar Flaschen Rosewein zu kaufen.. Roberto hat uns eine Karte gemalt und Tipps gegeben wo wir den Besten Wein, das leckerste Eis und die göttlichste Salami und Coppa finden können.

Weiter auf der Reise und Robertos Karte sind wir dann nach Pozzolengo gefahren. Hier ist die berühmte Metzgerei Centro Carni dei Colli Storici. Hier gibt es sehr guten Coppa und noch bessere Salami, unbedingt vorbeischauen!!!

Die Häuser in der Gegend sehen wunderschön aus. Wenn du über das Tor fährst führen lange Wege, wie damals bei den Herrenhäusern zu den Weingütern. Dominik durfte Wein kosten und Snezhi sollte uns wieder nach Hause bringen. Am Stadtrand von Pozzolengo gibt es noch ein paar Milchbauern, dort gibt es selbstgemachten Käse, Joghurt und Eis. Diese kulinarischen Leckerbissen solltet ihr unbedingt probieren! Wer möchte kann beim Heimweg noch einen Abstecher nach Castellaro, Monzambano und Peschiera machen, somit hat man eine kleine Rundtour und muss nicht den gleichen Weg zurück.

Morgen siedeln wir nach Manerba del Garda um. Weiteres von dort aus :-).

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4. Tag

Ab nach Manerba del Garda. Heute fahren wir weiter am Gardersee entlang. Manerba del Garda birgt einen wunderschönen Blick über den Süden des Gardasees auf Sirmione, Garda, Bardolino, Lazise und Peschiera. Dominik hat sich schon um unsere Unterkunft gekümmert und ein richtig tolles B&B gefunden. Das Hotel heißt Florence und bekommt 4,5 von 5 Entenwatschlern von mir. Viviana und Nico sind die Besitzer des Hauses. Sehr, sehr nette Leute. Das Hotel ist nicht so groß, die Betten bequem und das wichtigste, sehr sauber. Alles ist sehr gut organisiert. Wir bekommen jeden morgen leckeres Frühstück. Nico ist Hobbykoch und er kümmert sich sehr herzlich um seine Gäste. Er bringt uns immer frisches Obst. Snezhi freut sich immer besonderes darauf :-). Morgen kocht er für uns ein spezielles Abendessen. Ich bin gespannt mit was er uns überrascht.

Wir haben unser Gepäck im Zimmer gelassen und werden gleich zum See laufen. Der ist nur fünf Gehminuten entfernt und ich werde natürlich getragen. Dominik, Snezhi und ich haben eine romantische Stunde am Strand verbracht, gelacht und die Leute beobachtet. Wir gehen gleich zu Roberto essen. La Rotonda in Sirmione macht die beste Pizza in der Gegend und wir genießen die heute noch. Yammi yammi!

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5. Tag

heute ist Tag fünf unserer Reise. Familie Möcklin hat geplant die Insel San Biagio zu besuchen. Die ist besser bekannt als Insel der Kaninchen und ist die zweite größte Insel am Gardasee.  Je nach Wasserstand kann San Biagio vom Festland mit dem Boot aber manchmal auch zu Fuß erreicht werden. Ich hoffe wir können bis dahin zu Fuß laufen…die letzten Tage hat es hier viel geregnet und das Wasser ist im Moment sehr hoch.

2 Stunden später

Die Insel ist ein Traum. Wie gedacht mussten wir leider mit dem Boot fahren, welches uns 2 € pro Person und Richtung gekostet hat. Die Insel bekommt trotzdem 4 von 5 Watschler von mir! Auf der Insel gibt es einige Felsen, kleine Baumgruppen, Rasenflächen und einen flachen, allerdings stellenweise steinigen Badestrand. Ein kleines Lokal mit sanitären Einrichtungen steht auch zur Verfügung. Wenn du nur eine Stunde dort verbringen möchtest kostet es nichts, aber wenn du dich länger aufhälst, bezahlst du 5 € pro Person.

Die Insel San Biagio bietet auch in den sommerlichen Monaten Konzerte und Musik, aber da wir nur zwei Tage hier sind werden wir leider kein Konzert anschauen können.

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6.Tag

Heute sind wir in Verona angekommen. Es ist schön auf den Spuren von Romeo und Julia zu wandeln. Yuhuuuuu, so eine schöne Stadt. Man erkennt auf den ersten Blick, dass Verona typisch norditalienisch ist. Die Leute gehen bei rot viel seltener über die Straße und der gesamte Verkehrfluss ist nicht mehr so chaotisch. Alles wirkt moderner und sauberer, ohne jedoch die stolze Atmosphäre alter italienischer Städte einzubüßen :o)

Wir sind ca. 15:00 Uhr was Essen gegangen und genau da hat es angefangen richtig stark zu regnen…..Das war ein richtiges Abenteuer bis wir wieder im Hotel waren. Das Hotel Verona, kann ich nur empfehelen. Sehr sauber und sehr central nur zehn Gehminuten zum Piazza Erbe.

Der ganze Platz ist gesäumt von kleinen Straßencafes, die sich dadurch auszeichnen einen Cappuchino nicht unter 5 € zu verkaufen. Vom Piazza Erbe aus kann man eigentlich in alle Richtungen gehen. Man stoßt immer auf eine neue Sehenswürdigkeit. Das Haus der Julia liegt in der Via Capello und ist vom Piazza Erbe nur wenige Schritte entfernt.

Man kommt durch einen kleinen Torbogen in den Innenhof des Hauses. Schon hier sieht man, dass dieses Haus wohl eine große Anziehung auf alle Besucher ausübt, denn die Wände sind über und über mit Grüßen versehen, die romantische und fanatische Touristen hier hinterlassen haben und wir natürlich auch <3 .
Im Innenhof ist eine Bronzestatue der Julia zu sehen, die immer von einer Menge Touristen umringt ist. Viele lassen sich mit dieser Bronzestatue fotografieren, natürlich nicht ohne einmal die rechte Brust der Julia dabei anzufassen. Diese ist dadurch nicht mehr bronzefarben sondern eher golden. Ich fand das ziemlich geschmacklos.
Natürlich darf bei diesem Haus der legendäre Balkon nicht fehlen.

So lieber Ducky, du musst dir das irgendwann unbedingt anschauen.  Verona kriegt 5 von 5 Watschlern. Morgen geht es leider schon zurück nach München…

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Meine Empfehlungsliste:

Sirmione

Unterkunft:

Il Rondo B&B Sirmione

Restaurants:

La Rotonda

Trattoria Clementina

Manerba-del-Garda

Unterkunft:

Florence B&B At Manerba del garda

Restaurants:

Florence B&B At Manerba del garda

Verona

Unterkunft:

Hotel Verona

Restaurants:

Osteria da ugo

 

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