Belgrad – Partyhauptstadt Europas?!

Hi Leute,

wie versprochen gibt es noch einen Bericht aus Belgrad. Zu allererst muss ich sagen dass der Tipp Gold wert war, da die Stadt auf jeden Fall min. einen Besuch wert ist!

Auf der Festung und die serbische Flagge im Hintergrund

Auf der Festung und die serbische Flagge im Hintergrund

Zur STADT:
Belgrad ist die Hauptstadt Serbiens und liegt an der Mündung der Save in die Donau. Mit insgesamt 1,6 Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt des Landes (und Nr. 3 an der Donau nach Budapest und Wien). Diese günstige Lage der Stadt an der Kreuzung mehrerer Handelswege verhalf Belgrad zu dem Titel „Tor zum Balkan“. Mit über 7000 Jahren ist Belgrad auch eine der ältesten besiedelten Städte Europas, wurde jedoch immer wieder hart umkämpft und zerstört wie zuletzt 1999 im Kosovokrieg. Zerstörte Gebäude zieren auch heute noch das Bild der Stadt, das ansonsten sowohl deutlich von der sozialistischen Bauweise als auch durch Gebäude verschiedener Epochen geprägt wird. Eines der Wahrzeichen ist z.B. die direkt an der Savemündung gelegene Festung von Belgrad.

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Die Donau und ich

Die Donau und ich


Was kann man nun in Belgrad so machen?
Ich finde Belgrad bietet hier viele Möglichkeiten, fangen wir bei dem an, das den Ruf der Stadt zur Zeit prägt:

PARTY!

Belgrad wird ja als Partyhauptstadt Europas gehandelt, natürlich habe ich das volle Programm mitgenommen und war erst in der „Strahinića Bana“ unterwegs – einer Straße oder besser einem Viertel mit vielen Cafés, Restaurants und Bars wo besonders am Wochenende abends seeehr viel los ist. Lohnt sich auf jeden Fall um nett was trinken zu gehen, ein bisschen zu feiern und Leute kennenzulernen. Anschließend habe ich mir das Partyboot natürlich nicht nehmen lassen. Die „Splavs“ oder „Splavovi“ machen Belgrads Nachtleben zurecht berühmt. Auf großen Booten/ Hausbooten wird hier die Nacht zum Tag gemacht und das mit je nach Boot unterschiedlichster Musik und Publikum. Wir haben jedenfalls bis in die Morgenstunden zu Electro, Alternativer Musik und Jugopop getanzt und gefeiert. So richtig los gings hier erst ab ca. 2 Uhr, dennoch musste man sich um die Zeit noch ein bisschen anstrengen um ohne Gästeliste-Eintrag auf das Boot zu kommen. Ging aber doch irgendwie und am 2. Tag standen wir drauf 😉

Splavovi - Die Partyboote (am Tag danach)

Splavovi – Die Partyboote (am Tag danach)

ESSEN und TRINKEN:

In Belgrad sollte man die Kafanas – im Grunde serbische Cafés & Restaurants – nicht auslassen. Hier kann man entweder Kaffeespezialitäten genießen oder aber auch lecker Essen gehen. Die Küche ist von der Balkanküche geprägt, dementsprechend gibt es vor allem leckere Grillgerichte zu entdecken. Achtung: so ein gemischter Grillteller ist zwar lecker aber die Bewegungsfähigkeit ist aufgrund der Menge danach start eingeschränkt… Natürlich gibt es zum Gericht einheimisches Bier wie LAV oder Jelen, zum Verdauen anschließend einen Obstbrand wie Rakija/ Slivovic – zu viel vertrage ich persönlich davon allerdings nicht.Für den Bierpreisindex (den ich jetzt für verschiedene Länder aufstellen werde: ein lokales Bier (z.B. LAV oder Jelen) kostet im Lokal ca. 190 Dinar / 1,68€ pro 1/2 Liter.
Ein Viertel das man hier nicht verpassen sollte ist „Skardarlija“, in diesem Künstlerviertel gibt es viele nette Kafanas, Restaurants und auch eine alte Brauerei.

Cooler Name für einen Irish Pub! I like!

Cooler Name für einen Irish Pub! I like!

Mein Tipp: Im Kafana in der „Svetogorska 25“ Ćevapčići bzw. serbisches Ćevap bestellen.

SHOPPING:

Die Haupteinkaufsmeile ist die imposante Fußgängerzone der Knez Mihailova. Hier gibt es vor allem viele namhafte Modegeschäfte. Ein wirkliches Schnäppchen ist allerdings nicht zu erwarten.
Lebensmittel und Drogerieartikel findet man einfach in den verstreuten kleinen Shops oder Geschäften einiger Ketten. Getränke und Zeitschriften gibt es 24/7 in vielen kleinen Kiosken.

KULTUR & ERHOLUNG:

Kulturell gibt es viel zu sehen, ich habe vor allem die Zeit genossen und bin einfach durch die Innenstadt gelaufen wo beeindruckende Gebäude wie der alte und neue Palast, das Parlament oder etwas weiter östlich die Sveti Sava (Kathedrale Hl. Sava) stehen. Auch die erwähnte Festung und der Park Kalemagdan herum sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Eine gute Art Belgrad zu entdecken kann das Fahrrad sein. Wir haben uns am Stand von „Ada Ciganlija“ einen Tag ein Fahrrad gemietet (5€) und sind am Donauradweg entlanggeradelt. Vorm oder nach dem Abgeben kann man dann am künstlichen Kiesstrand oder in einem der vielen Bars/ Cafés dort chillen. Was will man mehr?

Lokal an Ada Ciganlija

Lokal an Ada Ciganlija

Am Strand von Ada Ciganlija

Am Strand von Ada Ciganlija

TRANSPORT

Hin- und Rückreise waren sehr unbeschwerlich da viele internationale Airlines Belgrad anfliegen. Ich konnte mit Lufthansa direkt von München fliegen, vom Flughafen gibt es dann v.a. 2 Möglichkeiten: Taxi für ca. 1500-2000 Dinar oder den Bus 72 (in die Nähe des Hauptbahnhofs) für ein Bruchteil des Preises.

Hier ein Hinweis zum Taxi-fahren: Achtet darauf offizielle Taxis zu nehmen (entweder die mit dem blauen Schild oder große Taxiunternehmen wie Pink Taxi). In der Nacht sind viele „private Taxis“ unterwegs – Fahrer die sich einfach ein Taxischild auf das Dach kleben und dann den x-fachen Preis abrechnen. Aufpassen lohnt sich wirklich wie ich aus 1. Hand berichten kann…

Infos zu dem was wo wann geht:

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